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Anwaltskanzlei |
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Rechtsanwalt
Martin Hüls |
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Mietrecht-Report
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BGH 30.9.2009, VIII ZR
238/08 Mieter haben gegenüber
ehemaligen Vermietern keinen Anspruch auf Ausstellung einer
Mietschuldenfreiheitsbescheinigung Mieter können von einem ehemaligen
Vermieter nicht Verlangen, dass dieser ihnen eine
Mietschuldenfreiheitsbescheinigung ausstellt, die über eine Quittung für die
erhaltenen Mietzahlungen hinausgeht. Die Abgabe einer solchen - in ihren
Wirkungen unter Umständen weiter reichenden - Erklärung kann einem Vermieter
schon wegen einer möglichen Gefährdung eigener Rechtspositionen nicht
zugemutet werden. Für die Pressemitteilung
des BGH klicken Sie bitte hier. Ausführlich: Pressemitteilung des
Anwalt-Rings vom 24.10.2009 |
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BGH 15.7.2009, VIII ZR
307/08 Formularmäßiger
Kündigungsverzicht bei unangemessener Benachteiligung des Mieters unwirksam Ein beiderseitiger
zeitlich begrenzter Ausschluss des Kündigungsrechts für zwei Jahre ist
grundsätzlich auch dann wirksam, wenn er formularmäßig vereinbart ist.
Allerdings kann der Kündigungsverzicht gem. § 307 Abs. 1 S. 1 BGB unwirksam
sein, wenn er den Mieter nach den Umständen entgegen Treu und Glauben
unangemessen benachteiligt. Gerade Studenten ist ein schutzwürdiges Bedürfnis
nach einem besonderen Maß an Mobilität und Flexibilität zuzubilligen. Um direkt zum Volltext zu
kommen, klicken Sie bitte hier. |
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BGH 23.9.2009, VIII ZR
344/08 Verpflichtungsklauseln
zum Weißen von Wänden und Decken während der Mietzeit sind unwirksam Eine Klausel, die Mieter verpflichtet,
die Schönheitsreparaturen in "neutralen, hellen, deckenden Farben und
Tapeten auszuführen", ist wegen unangemessener Benachteiligung nach §
307 BGB unwirksam, wenn sie nicht auf den Zustand der Wohnung im Zeitpunkt
der Rückgabe beschränkt ist. Unter dem Begriff "weißen" ist nicht
lediglich ein Synonym für streichen, sondern auch einen Anstrich in weißer
Farbe zu verstehen. Für die Pressemitteilung
des BGH klicken Sie bitte hier. |
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BGH 16.9.2009, VIII ZR
275/08 Öffentlich-rechtliche
Nutzungsbeschränkungen rechtfertigen nicht ohne Weiteres eine Mietminderung Mieträume, die
öffentlich-rechtlichen Nutzungsbeschränkungen unterliegen, sind in die
Wohnfläche einzurechnen, wenn die Räume uneingeschränkt genutzt werden können.
Solange die zuständigen Behörden nicht gegen die Nutzung als Wohnraum
einschreiten, scheidet eine Mietminderung aus. Für die Pressemitteilung des BGH klicken Sie bitte hier. |
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BGH 15.7.2009, VIII ZR
340/08 Vermieter dürfen
Kosten für Frisch- und Schmutzwasser einheitlich abrechnen Vermieter dürfen die
Kosten für Frischwasser und Schmutzwasser bei der Betriebskostenabrechnung
jedenfalls dann in einer Summe zusammenfassen und einheitlich abrechnen, wenn
die Umlage dieser Kosten auch einheitlich nach dem durch Zähler erfassten
Frischwasserverbrauch vorgenommen wird. Die Prüffähigkeit wird in diesem Fall
auch nicht dadurch in Frage gestellt, dass die Abwasserkosten
"nachhinken" könnten, wenn der Wasserversorgungsbetrieb den
Zählerstand erst mit einiger Verzögerung dem Entsorgungsbetrieb übermittelt. Um direkt zum Volltext zu
kommen, klicken Sie bitte hier (pdf-Datei). |
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BGH 17.6.2009, VIII ZR
131/08 Mietrecht:
Trittschallschutz muss den zum Erbauungszeitpunkt geltenden DIN-Normen
entsprechen Ist im Mietvertrag nichts
anderes vereinbart, dann weist eine Altbauwohnung in schallschutztechnischer Hinsicht
keinen Mangel auf, sofern der Trittschallschutz den zurzeit der Erbauung des
Gebäudes geltenden DIN-Normen entspricht. Das gilt auch dann, wenn während
der Mietzeit in der Wohnung darüber der Fußbodenbelag ausgetauscht wird und
sich dadurch der Schallschutz gegenüber dem Zustand bei Anmietung der Wohnung
verschlechtert. Um direkt
zum Volltext zu kommen, klicken Sie bitte hier (pdf-Datei). |
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BGH 8.7.2009, VIII ZR
205/08 Bei Abweichungen im
Toleranzbereich können sich Mieterhöhungen auf vertraglich vereinbarte
Flächenangaben stützen Bei einem
Mieterhöhungsverlangen des Vermieters gem. § 558 BGB ist stets die im
Mietvertrag angegebene Wohnfläche und nicht die geringere tatsächliche
Wohnfläche zugrunde zu legen, wenn die Flächenabweichung nicht mehr als zehn
Prozent beträgt. In einem solchen Fall liegt die Abweichung regelmäßig
innerhalb der Toleranzgrenze für die Verbindlichkeit von
Wohnflächenvereinbarungen. Für die
Pressemitteilung des BGH klicken Sie bitte hier. |
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BGH 14.7.2009, VIII ZR
165/08 Ausübung von Gewerbe
in Mietwohnungen ist auch ohne ausdrücklichen Vorbehalt ein Kündigungsgrund Der Vermieter einer
Wohnung braucht geschäftliche Aktivitäten seines Mieters freiberuflicher oder
gewerblicher Art, die nach außen hin in Erscheinung treten, mangels
entsprechender Vereinbarung - auch ohne ausdrücklichen Vorbehalt - nicht zu
dulden. Eine mögliche Verpflichtung zur Erlaubnis einer teilgewerblichen
Nutzung im Einzelfall nach Treu und Glauben kommt auch nur in Betracht, wenn
der Mieter keine Mitarbeiter in der Wohnung beschäftigt. Für die Pressemitteilung des BGH klicken Sie bitte hier. |
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BGH 27.05.2009, VIII
ZR 302/07 Mieter können bei
unwirksamen Endrenovierungsklauseln Kostenerstattung verlangen In Fällen von unwirksamen
Endrenovierungsklauseln können Mieter, die im Vertrauen auf die Wirksamkeit
der Regelung vor dem Auszug Schönheitsreparaturen ausgeführt haben, gegen
ihre Vermieter wegen ungerechtfertigter Bereicherung Erstattungsansprüche
geltend machen. Der Wert der rechtsgrundlos erbrachten Leistung bemisst sich
dabei nach dem Betrag der üblichen, hilfsweise der angemessenen Vergütung für
die ausgeführten Renovierungsarbeiten. Für die Pressemitteilung
des BGH klicken Sie bitte hier. |
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BGH 08.04.2009, VIII
ZR 128/08 Mieter müssen
Betriebskosten für unerreichbare Aufzüge nicht bezahlen Vereinbarungen in
formularmäßigen Mietverträgen, durch die Mieter anteilig mit Kosten für einen
Aufzug belastet werden, mit dem sie ihre Wohnungen nicht erreichen können,
weil sich die Aufzüge in anderen Gebäudeteilen befinden, benachteiligen die
Mieter unangemessen. Die Grenze der Zumutbarkeit einer generalisierenden
Betrachtungsweise für den Mieter wird dann überschritten, wenn seine Wohnung
mit dem Aufzug überhaupt nicht erreicht werden kann und er einen Aufzug - wie
bei einer Erdgeschosswohnung - nicht nur tatsächlich ungenutzt lässt. Für die Pressemitteilung des BGH klicken Sie bitte hier (pdf-Datei). |
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BGH 06.05.2009, XII ZR
137/07
Gewerberaummiete:
Besitzschutz beinhaltet kein Recht auf Belieferung mit Versorgungsgütern
Zwar steht der
Besitzschutz auch einem unrechtmäßigen Besitzer zu und greift deshalb
grundsätzlich auch dann ein, wenn der Mietvertrag beendet und der Mieter zur
Räumung verpflichtet ist. Doch ist der Besitz nur gegen beeinträchtigende
Eingriffe geschützt und verleiht dem Mieter nach verweigerter Mietzahlung
sowie wirksamer Kündigung kein Recht auf eine fortgesetzte Belieferung mit
Versorgungsleistungen wie Heizung, Strom, Wasser. Für die Pressemitteilung des BGH
klicken Sie bitte hier. Ausführlich:
Pressemitteilung des
Anwalt-Rings vom 10.06.2009 |
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BGH 29.04.2009, VIII ZR
142/08
Mieter können wegen
erheblicher Abweichung der vereinbarten Wohnfläche fristlos kündigen
Eine erhebliche
Abweichung der tatsächlichen von der vertraglich vereinbarten Wohnfläche
(hier: 22,63 Prozent) stellt einen der in § 543 Abs.2 S.1 Nr.1 bis 3 BGB
aufgeführten gesetzlich typisierten Fälle der Unzumutbarkeit dar und
berechtigt den Mieter zur fristlosen Kündigung des Mietvertrags. Um sein
Kündigungsrecht nicht zu verwirken, muss der Mieter davon Gebrauch machen,
sobald er erkennt, dass die tatsächliche Wohnfläche die im Mietvertrag
angegebene um mehr als zehn Prozent unterschreitet. Für die
Pressemitteilung des BGH klicken Sie bitte hier. |
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BGH 22.04.2009, VIII ZR
86/08
Dachterrassen sind bei
Berechnung der Mietwohnfläche in der Regel bis zur Hälfte anrechenbar
Dachterrassen sind bei
der Berechnung der Wohnfläche einer Mietwohnung nach Maßgabe des § 44 Abs.2
der Zweiten Berechnungsverordnung (II. BV) bis zur Hälfte anrechenbar.
Allerdings ist die Anrechnung der Dachterrassenflächen auf die
Gesamtwohnfläche der Mietwohnung dann auf Einviertel begrenzt, wenn es
zutrifft, dass die Anrechnung zu Einviertel der ortsüblichen Verkehrssitte
entspricht. Für die
Pressemitteilung des BGH klicken Sie bitte hier. |
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BGH 08.04.2009, VIII ZR
231/07
Vorgetäuschter
Eigenbedarf: Mieter können auch nach Auszug und formal unwirksamer Kündigung
Schadensersatzansprüche haben
Mietern, die auf eine
Kündigung wegen eines in Wahrheit nicht bestehenden Eigenbedarfs hin
ausziehen, können auch dann Schadensersatzansprüche wegen unberechtigter
Kündigung zustehen, wenn die Kündigung des Vermieters aus formalen Gründen
unwirksam war. Der Schadensersatzanspruch des Mieters wird auch nicht dadurch
ausgeschlossen, dass er sich mit dem Vermieter auf eine einvernehmliche
Beendigung des Mietverhältnisses einigte. Für die
Pressemitteilung des BGH klicken Sie bitte hier. |
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BGH 17.03.2009, VI ZR
176/08
Zwangsverwalter müssen
Mietern Kautionen grundsätzlich zurückzahlen
Den Zwangsverwalter einer
Mietwohnung wird wie ein Vermieter behandelt, weshalb ihn auch die
Vermieterpflicht zur Anlage einer vom Mieter als Sicherheit geleisteten
Geldsumme bei einem Kreditinstitut trifft. Dies gilt auch dann, wenn der
Vermieter die Kaution nicht an den Zwangsverwalter ausgezahlt hat. Um direkt
zum Volltext zu kommen, klicken Sie bitte hier (pdf-Datei). |
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BGH 21.01.2009, VIII ZR
62/08
Wiederholte Kündigung
wegen Eigenbedarfs ist nicht grundsätzlich rechtsmissbräuchlich
Die Rechtskraft eines
Urteils, mit dem eine auf Eigenbedarf gestützte Kündigung des Vermieters
wegen Verstoßes gegen § 242 BGB abgewiesen wird, steht einer erneuten
Eigenbedarfskündigung nicht entgegen. Weist der Vermieter anlässlich eines
neuen Mietvertrags nicht auf einen möglichen Eigenbedarf hin, steht einer
Kündigung des Vermieters, mit der das Mietverhältnis zum Ablauf von rund vier
Jahren nach der Erneuerung des Mietvertrags beendet werden soll, nicht der
Einwand rechtsmissbräuchlichen Verhaltens entgegen. Um direkt
zum Volltext zu kommen, klicken Sie bitte hier (pdf-Datei). |
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BGH 04.03.2009, VIII ZR
110/08
Mieter müssen bauliche
Maßnahmen nach behördlicher Anordnung in ihrer Wohnung dulden
Mieter sind verpflichtet,
bauliche Maßnahmen in ihrer Wohnung, die der Vermieter aufgrund einer behördlichen
Anordnung oder rechtlichen Verpflichtung durchführen muss, zu dulden. Die
Duldungspflicht sowie eine Mitwirkungspflicht hinsichtlich einer zeitnahen
Terminabstimmung ergeben sich in solchen Fällen in der Regel aus § 242 BGB. Für die
Pressemitteilung des BGH klicken Sie bitte hier. Ausführlich:
Pressemitteilung des
Anwalt-Rings vom 10.04.2009 |
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BGH 18.02.2009, VIII ZR
210/08
Verpflichtung des
Mieters zur Vornahme des Außenanstrichs führt zur Unwirksamkeit der gesamten
Schönheitsreparaturklauseln
Eine Klausel über die
Vornahme von Schönheitsreparaturen in einem Formularmietvertrag ist insgesamt
unwirksam, wenn sie die Verpflichtung enthält, auch den Außenanstrich von
Türen und Fenstern vorzunehmen. Darin liegt eine unangemessene
Benachteiligung des Mieters, weil diese Arbeiten nicht unter den Begriff der
Schönheitsreparaturen fallen, der in § 28 Abs.4 S.3 der Zweiten
Berechnungsverordnung definiert ist. Für die
Pressemitteilung des BGH klicken Sie bitte hier. |
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BGH 18.02.2009, VIII ZR
166/08
Farbwahlklauseln für Schönheitsreparaturen
während der Mietzeit sind unwirksam
Eine Klausel zur
Durchführung der Schönheitsreparaturen in einem Formularmietvertrag, die dem
Mieter während der Mietzeit vorgibt, die Mieträume in einer ihm vorgegebenen
Farbwahl zu streichen, ist unwirksam. Sie schränkt den Mieter in der
Gestaltung seines persönlichen Lebensbereichs ein, ohne dass dafür ein
anerkennenswertes Interesse für den Vermieter besteht. Für die
Pressemitteilung des BGH klicken Sie bitte hier. |
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BGH 17.12.2008, VIII ZR
41/08 u.a.
Mieterhöhung bei Modernisierungsmaßnahmen
richtet sich nach Notwendigkeit
Der Vermieter kann die
Miete bei einer Modernisierung der Wohnung gemäß § 559 Abs.1 BGB nur insoweit
erhöhen, als die von ihm aufgewendeten Kosten hierfür notwendig waren.
Unnötige, unzweckmäßige oder ansonsten überhöhte Modernisierungsaufwendungen
hat der Mieter nicht zu tragen. Um direkt zum Volltext zu kommen, klicken
Sie bitte hier (pdf-Datei). |
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BGH 28.01.2009, VIII ZR
07/08
Unwirtschaftliche
Wohnraumsanierung kann bei geplantem Abriss mit Neuverwertung Kündigungsgrund
darstellen
Erweisen sich Umbaumaßnahmen
bei einem sanierungsbedürftigen Wohnhaus im Hinblick auf eine geringe
Restnutzungsdauer als unwirtschaftlich, kann ein geplanter Abriss mit
anschließender Errichtung einer neuen Wohnanlage eine angemessene
wirtschaftliche Verwertung des Grundstücks gemäß § 573 Abs.2 Nr.3 BGB
darstellen. In solchen Fällen können Vermieter die Mietverhältnisse kündigen. Für die
Pressemitteilung des BGH klicken Sie bitte hier. Ausführlich:
Pressemitteilung des
Anwalt-Rings vom 10.02.2009 |
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BGH 21.01.2009, VIII ZR
107/08
Betriebskostenabrechnung
muss Mietern innerhalb der einjährigen Frist zugehen
Zur Wahrung der in § 556
Abs.3 S.2 BGB geregelten Abrechnungsfrist für Betriebskosten von einem Jahr
genügt nicht die rechtzeitige Absendung einer Abrechnung auf dem Postweg. Vielmehr
muss die Abrechnung dem Mieter noch innerhalb der Frist zugegangen sein. Bei
zur Post gegebenen Briefen besteht auch kein Anscheinsbeweis für den Zugang
der Sendung. Für die
Pressemitteilung des BGH klicken Sie bitte hier. |
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BGH 14.01.2009, VIII ZR
71/08
Unwirksame Schönheitsreparaturklausel
im Formularmietvertrag wirkt sich nicht auf nachträglich getroffene
Endrenovierungsvereinbarung aus
Eine im
Wohnungsübergabeprotokoll vereinbarte Endrenovierungsklausel ist nicht
deshalb unwirksam, weil der Mietvertrag eine unwirksame
Schönheitsreparaturklausel enthält. Soweit aus dem Zusammentreffen einer
Individualvereinbarung und einer Formularklausel eine unangemessene
Benachteiligung des Mieters folgt, führt das nur zur Unwirksamkeit der
Formularklausel. Für die
Pressemitteilung des BGH klicken Sie bitte hier. |
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BGH 10.12.2008, VIII ZR
293/07
Bei bestehendem
Vertragsverhältnis zwischen Mieter und Versorgungsbetrieb entfällt
Zahlungspflicht des Grundstückseigentümers
Ein Grundstückseigentümer
muss an ein Versorgungsunternehmen kein Entgelt für Ver- und
Entsorgungsleistungen leisten, wenn bereits zwischen dem nutzungsberechtigten
Mieter und dem Versorgungsbetrieb ein Vertragsverhältnis besteht. Dieses
Vertragsverhältnis ist zur Vermeidung unterschiedlicher Versorgungsverträge
für das gleiche Versorgungsverhältnis vorrangig und kann sich aus den Umständen
ergeben. Für die
Pressemitteilung des BGH klicken Sie bitte hier. |
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BGH 22.10.2008, VIII ZR
283/07
Formularmäßige Klauseln
für Farbgebung von Holzteilen bei Rückgabe der Mietwohnung sind wirksam
Eine formularmäßige
Klausel im Mietvertrag, die den Mieter verpflichtet, bei den Schönheitsreparaturen
anlässlich der Rückgabe der Mietsache bestimmte farbliche Vorgaben
hinsichtlich der Gestaltung der Holzteile einzuhalten, ist wirksam. Der BGH
hat damit seine Rechtsprechung zu den rechtlichen Anforderungen an eine
Farbwahlklausel fortgeführt. Für die
Pressemitteilung des BGH klicken Sie bitte hier. |
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BGH 15.10.2008, VIII ZR
321/07
Verkehrssicherungspflicht
des Vermieters beinhaltet keine regelmäßige Generalinspektion von
Elektroleitungen
Einen Vermieter trifft
zwar die vertragliche Nebenpflicht, die Mietsache insgesamt in einem verkehrssicheren
Zustand zu erhalten und ihm bekannt gewordene Mängel, von denen eine Gefahr
für die Mietwohnungen ausgehen kann, auch unverzüglich zu beheben. Er muss im
Rahmen seiner Verkehrssicherungspflicht aber keine regelmäßige
Generalinspektion (hier: der Elektroleitungen) vornehmen. Für die
Pressemitteilung des BGH klicken Sie bitte hier. Ausführlich:
Pressemitteilung des
Anwalt-Rings vom 24.10.2008 |
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BGH 08.10.2008, XII ZR
84/06
Schönheitsreparatur-Klauseln
mit starren Fristen sind auch bei Gewerberäumen unwirksam
Die Übertragung von
Schönheitsreparaturen mit starren Fristen vom Vermieter auf den Mieter durch
Formularklauseln ist unwirksam. Nach der auch auf gewerbliche
Mietverhältnisse anwendbaren Inhaltskontrolle des § 307 BGB ist eine solche
Formularklausel unwirksam, weil sie den Mieter entgegen den Geboten von Treu
und Glauben unangemessen benachteiligt. Für die
Pressemitteilung des BGH klicken Sie bitte hier. |
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BGH 24.09.2008, VIII ZR
275/07
Mieter müssen Anschluss
der Wohnung an das Fernwärmenetz regelmäßig dulden
BGH 24.09.2008, VIII ZR
275/07
Mieter müssen Anschluss
der Wohnung an das Fernwärmenetz regelmäßig dulden
Der Anschluss einer
Wohnung an das Fernwärmenetz stellt regelmäßig eine Modernisierungsmaßnahme
dar, die der Mieter dulden muss. Das gilt jedenfalls dann, wenn die Maßnahme
im Vergleich zur bisherigen Wärmeversorgung zu einer Ersparnis an
Primärenergie führt und der Vermieter auf eine modernisierungsbedingte
Mieterhöhung verzichtet hat. Dagegen ist es unerheblich, ob der Vermieter
eine Anpassung der Miete an die ortsübliche Vergleichsmiete beabsichtigt. Für die Pressemitteilung
des BGH klicken Sie bitte hier. |
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BGH 14.08.2008, I ZB
39/08
Räumungsvollstreckung
gegen Dritten ist nur bei namentlicher Nennung desjenigen in der
Vollstreckungsklausel zulässig
Die Räumungsvollstreckung
darf nicht betrieben werden, wenn ein Dritter, der weder im
Vollstreckungstitel noch in der diesem beigefügten
Vollstreckungsklausel namentlich bezeichnet ist, im Besitz der Mietsache ist.
Dies gilt selbst dann, wenn der Verdacht besteht, dem Dritten sei der Besitz
nur eingeräumt worden, um die Zwangsräumung zu vereiteln. Um direkt
zum Volltext zu kommen, klicken Sie bitte hier (pdf-Datei). |
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BGH 09.07.2008, VIII ZR
181/07
Vermieter darf bei unwirksamer
Schönheitsreparaturklausel keinen Mietzuschlag verlangen
Vermieter sind nicht
berechtigt, gemäß § 558 Abs.1 S.1 BGB einen Zuschlag zur ortsüblichen Miete
zu verlangen, wenn der Mietvertrag eine unwirksame Klausel zur Übertragung
der Schönheitsreparaturen enthält. Mangels wirksamer Abwälzung der
Schönheitsreparaturen hat der Vermieter als Klauselverwender
nach § 535 Abs.1 S.2 BGB die Instandhaltungslast in vollem Umfang zu tragen. Für die Pressemitteilung des BGH
klicken Sie bitte hier. |
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Wagenfeldstraße
6 59555 Lippstadt Telefon: 02941-924231 |
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© RA Hüls 2008 - 2010 |
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